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Istanbul (not Constantinople) #2

Während ich stetig versuchte mich an den WG-Rhythmus zu gewöhnen: 2 -3 Uhr Nachts schlafen gehen und circa 12 Uhr mittags aufstehen, fuhr ich tagtäglich ins Zentrum und besuchte die Sehenswürdigkeiten , die es zu besichtigen gilt– derzeitig hatte ich es eher als Zwang – das macht man hier so, als wie ein „aus freien Stücken erlebt“.
Freilich gibt es viel zu sehen und es ist auch alles wunderschön und so…
Hier gehts zu den Bildern
Dennoch habe ich versucht mich aus finanziellen Gründen zu limitieren, aber das hielt mich auch nicht davon ab ein gewisses Desinteresse wachsen zu spüren. Neben den frei zugänglichen Dingen, wie dem großen Basar, Gewürzbasar und der blauen Moschee habe ich mir den Topapki Palast und die Aya Sofia angeschaut. Was ich wohl im wesentlichen verpasst habe, waren wohl Bosporus Kreuzfahrten und vermutlich weitere antike Gebäude für dessen Eintritt man Geld bezahlt, ganz abgesehen natürlich von Museen etc. Wie das halt so ist in Städten.

Zurück zu den Moscheen. Als ich so durch Istanbul lief, kam mir ein Satz in den Sinn: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die schönsten Moscheen im ganzen Land“. Nicht super kreativ, aber es bereitet vielleicht darauf vor, dass man eine große, schöne, gigantische Moschee nach der anderen sieht. Der Preis geht jedenfalls an Schneeistanwittchenbul.

Es ist natürlich alles eine Wucht, aber genauso ist es meine Unkenntnis über Architektur, die mich letzlich in Staunen versetzt, wenn ich durch die Aya Sofia eine zur Moschee morphierte Kirche wandele. Oder diese latente „Heilige Stätten Feeling“ im Topapki Palast, wo ich an Heiligenreliquen vorbeilauf:. Johannes des Täufers Hand oder irgend ein Tinnef vom Propheten Mohammed.
Trotzdem lässt mich das ganze irgendwie unbefriedigt zurück…Ungenutzte Potenzial könnte man es vielleicht nennen. Andere Potenziale eröffnen sich mir aber gerade beim Essen – wo auch sonst..
Ich entdecke mehr und mehr meine liebe zum Baklava. Genau, das Zeug was scheinbar zu 80% aus Zucker besteht und durch Fett und Mehl irgendwie zusammengehalten wird..
Kostet übrigens in der Innercity gut 3€/kilo mehr als ausserhalb.
Insgesamt mach macht eigentlich das herumspazieren mehr Spaß und ich hoffe, dass ich mich demnächst selbstbewusster vom selbst auferlegten Zwang befreien kann, mir das und das anzuschauen. Mehr als Fotos und ein: „jaja, war schön“ bleibt dann irgendwie nicht. Ist dass der einzige Motivator der Demotivation überhaupt oder liegt es daran, dass ich irgendwie schon vollgesogen genug von Eindrücken war?

Interessant wurde es dann auch, als eine frühere Couchsurferin meines Hosts wiederkam – sie war gut drei Monate per Anhalter und mit Zelt im Südwesten der Türkei unterwegs und wusste eine Menge zu erzählen, was ich ziemlich interessant fand – nachdem ich dann von den Jungs genug über Anmachtechniken bei Frauen erfahren habe.
Da sie mit einem Freund aus Bulgarien oder so, namens Ivan, zuvor in Istanbul war, dieser aber wegen eines Jobs nach Kanada ging, haben wir eine „Spendenaktion“ gestartet, um ihn wieder nach Istanbul zurück zu holen. Mit einem Schild und Dose posierte sie vor den Sehenswürdigkeiten und tatsächlich waren Passanten dann interessiert und gaben auch lustigerweie was, obwohl wir ja eigentlich nur ein paar Fotos für ihn machen wollten.

So ging dann irgendwie die Woche rum. Istanbul ist schon schön, hat eine schöne Straße voller Musikinstrumenteläden und es gibt auch lustige linke Cafés – aber für mich waren es auch zu viele Möglichkeiten, zu kalt und ja…Hingehen, fahren, fliegen lohnt sich schon..

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