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Jordanien: Propädeutikum

Man sagt ja, dass der erste Eindruck zählt. Dieser erste Eindruck hielt, was Jordanien betrifft, sogar mal ne ganze Weile an und positiv war er zudem auch nicht so richtig.
Nachdem unsere Fähre mit etwa neun Stunden Verspätung um 4 Uhr morgens in Aqaba angekommen ist, heisst es direkt mal wieder verhandeln. Zum Glück musste ich den hohen Taxipreis nicht alleine zahlen. Denn während der 9 Stunden Wartezeit bin ich mit Martine (58, Frankreich) und Moya (23, China) ins Gespräch gekommen und wir haben uns ganz gut verstanden und bildeten so für 10 Tage oder so ein lustiges Reisetrio. Nachdem wir also in die City gekommen waren, es war mittlerweile fünf Uhr morgens, wollten wir doch ein Hotel finden. So klingelten wir dann die Portiers aus dem Bett, die direkt neben der Tür auf der Couch oder auf einer Matraze im Eingangsbereich lagen. Natürlich wollte man uns diese Nacht auch noch berechnen. Das Verhandeln, sogar um diese Uhrzeit, verlief ziemlich zäh. Doch, noch ganz überzeugt von dem Handelsgeschick welches wir in der harten Schule in Ägypten erworben haben, verliessen wir dieses Hotel um dann beim zweiten einen geringfügig besseren Preis zu erhandeln. Immerhin.

Dann, als der Tag das Kommando übernommen hatte und wir was ausgeruht waren, wurde Aqaba erkundet. Um mich so richtig auf Jordanien einzustellen habe ich mir Indiana Jones Teil 3 und an dieser Stelle wichtiger, Lawrence of Arabia angeschaut und nun, ein paar Jahrzehnte später, ziemlich wenig von Aqaba wiedererkannt.
Krass war für mich der Unterschied zu Ägypten. Es war ruhig, sauber und.. natürlich..teurer. Jetzt wo ich in Israel bin sehe ich das jordanische Preisgefüge wieder etwas anders, aber dennoch war es, von Ägypten kommend, schon ein kleiner Schock.
Übrigens: der Grund, so der Reiseführer, für die Inflation in Jordanien sind die Irakischen Flüchtlinge, welche ziemlich viel Geld mit ins Land gebracht haben. Irgendwie finde ich diese verdrehte Perspektive interessant. So blöde Parolen wie „Die Türken kriegen Geld vom Staat fürs nixtun“ haben dort garkeinen Realitätsbezug…
Naja. Zurück zur Realität:
Warum sollte es anders sein als in Ägypten…in Jordanien bekam man natürlich auch zu spüren, ob man grade in Touristenland ist, oder nicht. Da ich mich die erste Woche, ausschließlich in Touristenland befand, waren meine Eindrücke entsprechend. Alles war teurer als nötig, die Menschen oft unfreundlich und: das ist neu! Für Handeln hatte man selten etwas übrig.

Je mehr ich aus Touristenland herauskam, desto schöner wurde es jedoch und letzten Endes glaube ich, dass ich dem kleinen Königreich wohl zu wenig Beachtung geschenkt habe, wie es wohl viele tun. Eins ist besonders aus der Zeit in Jordanien hervorzuheben und dieses sind die Begegnungen, die ich hatte.

Bleiben sie also am Ball und erfahren sie bald mehr…

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